Meditation

Versuche ein kleines Experiment. Schließe Deine Augen und sage zu Dir selber: „Ich frage mich, was mein nächster Gedanke sein wird.“

Sei dann sehr wachsam und warte auf den nächsten Gedanken. Und? Du musstest wahrscheinlich eine ganze Weile warten, richtig?

In einem Zustand intensiver Gegenwärtigkeit bist Du frei von Gedanken. Du bist ruhig, aber höchst wach. Der mentale Lärm ist weg und Du bleibst zurück in tiefer Stille. Gar nicht so schwierig, oder? 

Hadere nicht!

Aller Anfang ist schwer. Es hat fast fünf Jahre gedauert, bis ich eine eigene Meditationspraxis aufgebaut habe. Fünf Jahre! Das sind gefühlt drei Ewigkeiten. Aber ich kann Dir sagen, dass es sich allemal  lohnt ‚dran zu bleiben‘. Heute frage ich mich, wie ich ohne Meditation im Leben zurecht gekommen bin. Wo fünf Minuten mit geschlossenen Augen am Anfang kaum auszuhalten waren, zieht jetzt so manche Stunde einfach an mir vorbei. Sich selber, also sein Ego, für den Moment zu vergessen, um sich auf einer tieferen Ebene zu finden ist immer wieder eine ganz spannende Erfahrung. Meditation ist dabei nichts anderes als Selbsterkenntnis. Und die beginnt immer mit dem Lauschen und Schauen, mit Achtsamkeit und Gewahren von Augenblick zu Augenblick. Meditation ist nicht eine erlernte Tugend, keine Disziplin, die dem Geist aufgezwungen werden sollte, um das Denken zu bändigen. Meditation ist vielmehr ein Zustand tiefer Verwundbarkeit und Durchlässigkeit, der aus einer Leere entspringt. Meditation hat keinen Nutzen und doch hat ein Leben ohne Meditation keine Tiefe, keinen wahren Sinn. Du kannst die Meditation als ein Zuhausesein, ein Ankommen verstehen. Die Asana Praxis eignet sich ideal, um den Körper auf das längere Sitzen vorzubereiten und sollte nach Möglichkeit nicht das Ende Deiner Reise sein: Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi wollen ebenfalls von Dir entdeckt werden! 

 

Alles kann meditation sein

Atem meditation

Aus dem Zen-Buddhismus stammt diese einfache, grundlegende Meditation, bei der der Atem beobachtet wird.Dadurch schulst Du die eigene Konzentration und lernst, vollkommen im Jetzt aufzugehen.Keine Vergangenheit. Keine Zukunft. Die Atem-Meditation lässt sich wunderbar in den Alltag integrieren, sie kann überall und zu jeder Tageszeit geübt werden. 5-10 Minuten sind ein guter Anfang! 

Meditation in Bewegung

Durch Bewegung innerlich ruhig werden. Das klingt erst einmal paradox. Muss es nicht sein! Osho ist bekannt für seine aktiven Meditationen, die meistens eine Stunde dauern. Aber auch Tai Chi und Chi Gong sind Beispiele für bewegte Meditationen. 

Tee Trinken

Die Tee-Zeremonie ist ein Ritual aus der Zen-Meditation und ist, was Japaner als ‚Ichigo‘ bezeichnen: einen Moment des Begegnens. Hierbei geht es darum, einen einzigartigen, unwiederbringlichen Moment zu vollkommen zu genießen und jeden Aspekt davon zu zelebrieren. Du fokussierst Dich mit all Deinen Sinnen auf den Moment und erlebst ihn in vollen Zügen. Daher ist sie eine Art Meditation. Aber auch das Scheiden von Gemüse, Malen, ein gutes Gespräch und ein inniger Kuss können Meditation sein. 

Noch Fragen? 

Wenn Dich das Thema Meditation interessiert, helfe ich Dir sehr gerne auf dem Weg hin zu einer eigenen Praxis.

Das eigentliche Meditieren und Innehalten kann ich Dir aber leider nicht abnehmen. Das muss jede*r für sich aushalten lernen. In einer Welt, in der immer alles und überall verfügbar ist, scheint es geradezu gemein, dass der innere Frieden nicht einfach so vom Himmel fällt. Das Gute ist: Du kannst Dein Glück selber in die Hand nehmen!  Worauf wartest Du? Wenn ich meditieren kann, kannst Du es allemal! 

Offene Kurse:

Di: Basic, Ommm, 20 Uhr
Mi: Level 2, Yoga Jetzt, 20 Uhr
Do: Yin, Yoga Jetzt, 20 Uhr
Sa: Open, Yoga Jetzt 10 Uhr
So: Vinyasa, Ommm, 18 Uhr

Email

yoga@janinaroeseler.com